slashy tears

  Startseite
  Archiv
  Und wir tanzten im Schnee
  Kind des Lichtes
  Schnee.Engel
  This Picture
  Midnightcrisis
  Resurrection of the Tuf-Tuf-Fairytale
  Stuck on you
  You vs. Me
  Scared of girls
  What about us?
  When everything is...
  Tunnelblick
  Prelude
  My friend
  Life could be...
  Dirty Sticky Floors
  Das Tuf-Tuf-Märchen
  Gästebuch
  Kontakt
 



  Links
   Rasmus Forum
   Mein heten-Blog^^
   Gay Chris
   zum Schmachten
   Real Slash in Life
   Akkimaus' Blog
   Lidschs Blog
   The Rasmus Slash





http://myblog.de/slashytears

Gratis bloggen bei
myblog.de





This Picture

Müde liege ich neben dir.
Bewusstlos? Total erstarrt. Und auch starr ist dein Blick. Gen Himmel. Willst du dort hin, ich meine, in den Himmel. Willst du wirklich weg von mir?
Deine Augen sind leer und glasig. Ist das meine Schuld?
Vielleicht.
Aber du hattest es so gewollt. Ich weiß es. Du wolltest mich und nur deine eigene, viel zu hohe, Hemmschwelle hatte dich zurück gehalten. Bis heute.
Mein Plus ist immer noch treibend. Sollte mich wohl weiter antreiben, aber ich kann nicht mehr,
du hast mich geschafft. Oder ich dich?
Wieso rührst du dich nicht mehr?
Schwer stütze ich mich auf meine Ellbogen ab, die etwas feuchte Erde unter uns gibt ein wenig nach.
Es hatte geregnet. Regen. Eiskalt hatte er uns überrascht. So, wie ich dich.
Sachte beuge ich mich über dich und bedecke deine blassen Lippen mit einem fast scheuen Kuss, dann streiche ich dir sachte einige schwarze Strähnen aus dem Gesicht.
Ich betrachte kurz deine Augen. So sanft und ruhig haben sie vorhin nicht ausgesehen.
Kurz folgt mein Blick dem deinen, automatisch sinke ich zurück ins nasse Gras.
Der Himmel ist bewölkt. Metallisch wirken die grauen Wolken auf mich, so, als ob sie mich mit ihrer Schwere, wie ein Nichts zerquetschen könnten.
Seufzen.
Dann hallt deine Stimme in mir wieder. Dein Stöhnen. Erregend für mich. Erneut wird mein ruheloser Körper von einer Flamme der Erregung entfacht. Du bist einfach unwiderstehlich. Ich musste dich haben.
Wie du dich dort auf der dunklen Strasse vor dem Zigarettenautomaten herumgetrieben hattest.
Du schienst mir so fern. Dann warst du mir so nah, doch nun entfernst du dich, obwohl du einfach nur still daliegst. Du rührst dich nicht einmal mehr.
Was ist passiert?
Schläfst du?
Wenn ja, wie kannst du bei dieser Kälte nur schlafen?
Mir ist zwar noch immer ganz heiß, aber ich erinnere mich, wie du gefroren hattest, als ich dir dein Shirt zerrissen habe.
Kurzerhand beschließe ich dir meinen Pulli zu überlassen. Er ist zwar nicht schwarz, passt nicht zu dir, aber ich will ja nicht, dass du krank wirst. Als ob du das nun noch könntest. Du siehst so unverwundbar aus.
So wunderschön mit deiner blassen Haut, deiner eher mageren Gestallt und diesen wahnsinnigen Augen. Ja, sie haben mich so weit getrieben. Bis an die Grenze der Humanität und noch weit darüber hinaus. Kurz, für den Bruchteil eines Augenblickes fühle ich mich wieder mächtig. Doch das Gefühl verschwindet so rasch wieder, wie es aufgekommen war.
Schade. Aber ein anderes Mal wird es wiederkehren, da bin ich mir sicher. Aber nicht durch dich.
Das mit uns war einmalig. Niemals mehr.
Ob ich dich vermissen werde?
Obwohl ich dich nicht kenne?
Oder kannte ich dich zuvor schon zu gut?
Nein, ich werde dich nicht vermissen. Meine Leidenschaft wird weiter reisen und neue Begierde wird mich dich vergessen lassen.
Ein rauer Windstoß schüttelt mich durch. Sollte ich dir den Pulli wieder wegnehmen?
Nein, das wäre unhöflich. Außerdem… nein, es würde dich nicht wecken.
Aus deiner Unschuld, die nun mehr keine ist, wird dich niemand mehr erwecken.
Zu schön für diese Welt.
Viel zu schön. Und ich so unscheinbar neben dir.
Meine Lieder zucken hektisch, als ich meine Augen schließe und mir die vergangen Bilder wieder ansehe. Wie auf Fotografien gebannt erscheinen sie in meinem Kopf. Und ich friere noch mehr.
Wie konntest du nur dies alles in mir auslösen? Du warst du so unschuldig. Du warst doch so völlig unnahbar, aber…
Aber nicht für mich.
Vorsichtig schiebe ich den Pulli etwas von dir, sachte fahre ich dann mit meinen Fingern über deine kalte Haut, an deinen Seiten entlang, über deine Lenden, deinen Hals und die rote Seide auf deiner Brust.
Letztlich greife ich deine rechte Hand. Weich passt sie sich den Konturen meiner Finger an. Ich bekommte den Eindruck, du versuchst mich festzuhalten.
Aber du kannst mich nicht halten. Das hätte dir klar sein müssen.
„I’m in the basement, you’re in the sky…“, singe ich dir leise zu und hoffe, du kannst mich noch hören.
An deinen Handgelenken kann ich leichte Rötungen sehen.
>>Diese Spuren zeugen von Gewalt, die gegen ihn gerichtet worden war… <<, so oder so ähnlich höre ich schon die Leute in den weißen Kitteln sprechen. Zu erst wird nur gemunkelt, bis die Tests fertig sind und es amtlich gemacht werden kann:
>>Lauri wurde misshandelt und vergewaltigt, kam anschließend durch vier Messerstiche, die zu hohem Blutverlust führten, ums Leben…<<
Schade, dass ich deinen Nachnamen nicht kenne, sonst könnte ich diese Aussage professioneller gestalten.
Aber was bringt das jetzt noch?
Deine zerzausten Haare machen dich so kindlich, passend zu deiner Naivität.
Eigentlich war es zu einfach.
Aber vielleicht war es genau diese Einfachheit, die es so schön gemacht hatte?
Fast keine Gegenwehr, du wusstest, dass es nichts gebracht hätte.
Ich hoffe, du kannst mir verzeihen, dass ich dich belogen habe.
Ja, irgendwie tut es mir leid, dass ich dir weh tun musste, aber dein Wimmern hatte nach und nach immer mehr an meinen Nerven gezerrt und ich hatte es einfach nicht mehr ausgehalten. Ich konnte es nicht mehr ertragen.
Wieso musstest du das tun? Mir das antun? Es wäre sonst perfekt gewesen.
Nun können wir es auch nicht mehr ändern. Tut auch nichts weiter zur Sache.
Wie liquides Kupfer hat dein Blut meine Fingerspitzen benetzt. Ich male ein großes Herz auf deine nackte Brust. Ja, für einen kleinen Moment hast du mein kaltes Herz berührt und zum schlagen gebracht.
Ich stöhne voller Reue, dass dieser kleine Traum mit dir nun schon vorüber sein soll, auf und erhebe mich langsam und ziehe mich wieder an.
Meinen Pulli lasse ich dir da, als Andenken? Als Geschenk? Ach, sieh es doch, als das, was du willst.
Wir sehen in dieser Welt ja schließlich alle nur, das, was wir wollen.
Du hast dich anscheinend , wie alle anderen vor dir auch, von deinen eigenen Augen trügen lassen.
So gesehen ist es dein eigenes Verschulden.
Meine Jeans und der Parka sind feucht, es fühlt sich widerlich an, aber ich bin ja bald zu Hause, wo ein warmes Bett und ein heißes Bad auf mich warten.
Leicht lege ich meinen Kopf schief, als ich dich ein letztes Mal betrachte.
Ja, du bist wirklich ein wunderschöner junger Mann… gewesen. Und mein junger, wunderschöner Mann, warst du zuletzt und wirst es immer bleiben.
„…you’re in the sky…“
Ja, denn dort, wo deine Augen hinsehen, dahin bist du auf dem Weg. Oder schon angekommen?
Das von mir gemalte Herz auf deiner Haut trocknet nicht, die Luftfeuchtigkeit hindert dein Blut dieses Kunstwerk auf dir zu verbannen. Verdammter Regen.
Wie freue ich mich auf den Sommer, wenn die Wiesen wieder trocken und warm sind und die Menschen noch unbeschwerte sind, als ich es ihnen erlauben kann.
Aus der einer der beiden Taschen, die an der Seite meiner Jacke befestigt sind, hole ich eine Kamera hervor und fotografiere dich in deiner ganzen Schönheit.
Ich kann es nicht riskieren diesen Anblick jemals wieder zu vergessen.
Dieses Bild werde ich nicht einfach so zu den anderen legen, nein, deines bekommt einen besonderen Platz. Das verspreche ich dir.

°the bitter end°



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung