slashy tears

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Prelude


Autor: frän und wizzard
Genre: slash
FSK: G
Summary: Lauri stylt sich ausgiebig für einen Abend mit Aki...

19.13 Uhr in einem kleinen Badezimmer, irgendwo in einer kleinen Wohung in Helsinki.

Ein kleiner Sänger stand murrend und mosernd vor dem großen Spiegelschrank und betrachtete sein Geschicht in der Silberfolie. "Ach, Scheiße." Frustriert rieb er sich über die Stirn. Denkerfalten schön und gut, aber doch nicht schon mit fünfundzwanzig! Und diese Geheimratsecken!! Schnell zupfte er sich einige lose Stränchen ins Gesicht und lehnte sich zurück. Ausgerechnet heute fühlte er sich so hässlich, das konnte ja nicht angehen. Er brauchte mal wieder eine Rundumkur aber für einen Besuch bei Beatrice war es schon zu spät. Ihre Anti-Ageing Behandlung tat immer soooooo gut. Hach. Aber nicht heute, ermahnte er sich. Seufzend stieß er sich vom Waschbecken ab und verließ das Bad. Zeit das Equipment zu holen.

19.17 Uhr

Mit lauten Scheppern wurden nach und nach die verschiedensten Styling-Utensilien an den Rand des weißen Wachbeckens gestellt.
Über Haarkuren, Spülungen, bis hin zu schlichtem Anti-Schuppenshampoo, Lauri hatte einfach alles. Sein ganzer Stolz. Sein ein und alles...
Niemals ging er ohne diese Dinge auf Tour. "Überlebenswichtig" war sein Ausdruck dafür.
Seufzend warf er erneut einen Blick in den Spiegel, bereute jedoch so gleich dies getan zu haben. Einfach nur Horror, purer, blanker Horror. Und SO konnte er doch unmöglich bei Aki auftauchen. Gut, Aki wäre es vermutlich egal, wie er aussehen würde, doch wenn er sich nicht wohl fühlte, dann würde der Abend nicht so laufen, wire er sich das wünschte...

19.34 Uhr

Wieder der Blick in den Spiegel. Womit begann man eine Restauration, wenn Abriss und Neuaufbau die bessere Alternative waren? Frust fraß an seinem Magen und wenn er nicht aufpasste, bekam er sicher noch einen Gallenstein. Seine Blase drücke, auf's Klo musste er in letzter Zeit auch immer häufiger und seit er seiner letzten Freundin den Laufpass gegeben hatte, musste er es sogar selbst putzen. Das war dann letzendlich auch das Argument gewesen, das ihn zum Sitzen bewegte. Und so saß er. 'Verdammt, es war nicht leicht ein Rockstar zu sein.' knabberte er an seinen Fingernägeln und spuckte als ihm der Anti-Knabber-Nagellack die Zunge zerpelzte. Er litt. Er litt so unendlich.
Mit zusammengebissenen Zähnen zog er unwirsch seine Boxers wieder hoch und betätigte die Spühlung. Und wehe, wenn sich das heute nicht lohnte...

19.41 Uhr

Wieso zur Hölle musste er nur solch einen grottigen Anblick bieten? Wieso heute? Womit zum Mops hatte er dies alles verdient?
Immerhin, er gab sich doch alle Mühe nett zu sein, soweit sein von Stress zufressenes Gemüt dies noch zu ließ...Aber das hatte er wirklich nicht verdient.
Der chemisch, bittere Geschmack des Nagelslacks brannte auf seiner Zung und er sah aus, als hätte ihn gerade vor einer Stunde jemand aus nem Gulli gezogen.
Also, die Arbeit rief...und ein Aufstöhnen später hatte er das Wasser in der Dusche angestellt. So plätscherte das Wasser fröhlich in den Abgrund des Abflusses, während er sich paar der Haarpflegemittelchen angelte und sich dann umständlich seiner Boxershorts entledigte.
Nur nicht umfallen...sonst würde Aki wieder lachen, wenn er seine blauen Flecken sah.

19.42 Uhr und 35 Sekunden

Prüfend streckte er die Hand unter die Dusche, um zu kontrollieren, ob das Wasser auch schon ordentlich warm war. 38° war das absolute Minimum, darunter lief gerade mal gar nichts. Da konnten sich die Jungs nach den Gigs auch noch so sehr über sein "Gezicke" lustig machen. Er hasste diese schmuddeligen Ghettoanlagen sowieso, ein einziger Nährboden für Schlimmel und Fußpilz. Pauli versuchte ihn immer damit zu motivieren, dass da schon eine ganze Menge Rockgrößen drunter gestanden haben. Aber genau DAS war ja das Problem. Er kannte sie doch, die "Rockstars". Er war selbst so einer! Und wenn er eins wusste, dann dass man sich in diesem Siff so einiges holen konnte und der Tod war davon bei weitem nicht das Schlimmste.
Zum Takt der Musik... Musik? Scheiße, er hatte vergessen den Kassettenrekorder einzuschalten! Alzheimer willkommen, auch schon da, alter Kumpel!

19.43 Uhr

Aber was sollte denn nun diesen langwierigen Restylingprozess musikalisch untermalen?
Björk konnte er nicht dazu missbrauchen, Muse war heute auch eindeutig nicht angebracht, denn wer so scheiße aussah, hatte nicht ganz so tolle Musik verdient...
Obwohl...vielleicht gab es ja doch noch Hof-f-f-fung für ihn, den vom Leben gezeichneten...und so landete letztlich seine uralte Panul Anka CD in dem Rekorder und mischte sich in das Rauschen der Dusche.
So, es konnte also beginnen, er legte noch rasch ein weiches, durch mit roten Socken gewaschenes, sich darauf rosa verfärbtes Handtuch auf den Heizung unter dem kleinen, inzwischen schon etwas beschlagenen Fenster und hüpfte dann endlich unter die Dusche.

19.47 Uhr

Und er duschte. Losgelöst von Raum und Zeit. Nur er, das plätschernde Wasser, das sich wohltuend seinen Körper entlang schlängelte, und die sieben Flaschen Pflegemittel. Er seifte sich ein. Palmolive mit Milch und Honig, hmmmm. Konzentriert bearbeitete er auch die Stinkhöhlen unter den Armen und verteilte Schaum. Nein, heute wurde nicht gewichst, zumindest nicht hier, jetzt und eigenhändig. Vorfreude erwärmte seine Bäckchen. Vielleicht wurde sein Tag ja doch noch gerettet!
Lauthals trällerte er mit der Musik "I'm so young and you're so old, this my darling I've been told..."
Bodypeeling, Enthaarungscreme, Shampoo, Conditioner, Spülung und Pflegeextrakt mit Aloe Vera später sah die Welt ganz anders aus. Zufrieden wackelte er mit dem Po, als er mit dem Scheibenwischer das Glas der Dusche abzog. Nur noch die Spitzenkur und er würde sich richtig gut fühlen.

20.34 Uhr und 12 Sekunden

Die CD lief im Dauer-Repeat und seine Laune steig langsam aber unaufhörlich. Er war ja schon alleine auf seine Selbstbeherrschung mehr als stolz. Ja, er hatte sich nicht dazu hineißen lassen, es sich selbst zu machen, nein, heute wollte er all diese Gefühle nur für Aki zurückhalten. Oh ja, für Aki tat er so einiges..fröhlich vor sich hin grinsend wickelte er sich das vorgewärmte Handtuch um die schmalen Hüften und wagte erneut den Blick in den Spiegel. Na, wenn jetzt das Ganze nicht schon um Welten besser aussah und wenn das nicht helfen sollte, dann würde wenigstens sein guter Duft Aki nun von den Socken hauen. Eine kleine Pafümerie war ein echter Witz gegen ihn. Ja, Lauri Ylönen, der vom Leben Gezeichnete, aber immer wieder aus der Gruft der Hässlichen, als schöner Schwan, aufsteigender Stecher.
Verliebt warf er sich einen Blick zu und sah sich dann suchend nach seinem Outfit um, das er schon vor Stunden sich zu Recht gelegt hatte.

20.38 Uhr

Ui, jetzt wurde es langsam knapp. Besorgt warf er einen Blick auf den Wecker - nur noch 20 Minuten, wie sollte er das nur schaffen? Energisch holte er tief Luft und straffte die Schultern, vom Rumstehen wurde es auch nicht besser. Aus der Schublade zog er sich die erstbeste Boxer. Nein, nicht die, die juckte immer so im Po. Da, die neuste Errungschaft von Calvin Klein, schwarz, elegant und mindestens so teuer, wie sie aussah. Darüber kam die schwarze Hose, die schwarzen Socken und das schwarze Hemd. Zufrieden betrachtete er seine Komposition im Spiegel und war stolz auf sich. Die Zusammenstellung hatte er wirklich gut hinbekommen, die drei Stunden vor dem Kleiderschrank hatten sich gelohnt. Aber noch immer war er nicht geschminkt und dann noch die HAARE!

20.40 Uhr

Die vermaledeiten Haare! Hastig riss er den kleinen Spielgelschrank auf, wobei durch diesen ein Ruck ging und ihm sämtlicher Inhalt entgegen fiel. FUCK! Zum Aufräumen hatte er ja nun mal gar keine Zeit! Also, den ganzen, wertvollen, Kram vom dem Waschbecken auf den Boden zu seinen Füßen, nur das Wichtigeste blieb auf seiner Höhe: Haargel, Spray und zwei kleine schwarze Spängerchen. "Lasset den Kampf beginnen...", leise lachte Lauri auf und griff zu einem der unzähligen Stielkämme, die zu seiner Rechten auf der kleinen kommodenähnlichen Erscheinung, in der auch seine Unterwäsche ihren Platz hatte, lagen und zog sich akriebisch genau einen Mittelscheitel und fixierte so gleich die Seiten mit Haarspray und steckte sich die Klämmerchen an die Seiten.

20.46 Uhr

So, die Geheimratsecken getarnt, konnte der Spaß beginnen. Er patschte sich einen großen Klacks Gel in die Handfläche und zerrieb es schmatzend in den Fingern. Mit dem Flüssisplastik ging es einmal über den kompletten Hinterkopf. Dann trennte er mit dem Stilkamm einzelne Strähnen ab, die zustätzlich die Spraydose zu spüren bekamen. Seine nur handtuchtrockenen Haare erduldeten alles demütig. Da oben war längst jeder Widerstand gebrochen, alles tot. Naja, aber dafür sah er gut aus! Lauri grinste breit in den Spiegel und entließ noch einmal eine Ladung Treibgase in das Badezimmer. Auf die Art konnte er auch sicher sein, dass er niemals irgendwelches Ungeziefer in seinem Bad hatte - und ehrlich gesagt: Scheiß auf das Ozonloch!

20.50 Uhr

Zufrieden tastete er nach seinem Kayal...Manhattan...nicht irgend so ein billig Scheiß, nein, immer hin arbeitete er hart genug, um sich diesen Luxus leisten zu können...Vorsichtig zog er den Deckel ab und legte diesen an den Rand des Waschbeckens. Sachte strich der schwarze Stift die Konturen seiner grünen Augen nach. Mehrmals...drei, vier Mal, bis alles tiefschwarz umrandet war. Sehr schön...
Seufzend stand er seinem gestylten Spiegelbild gegenüber und wusste nicht, wie er sich fühlen sollte...
Einfach nur attraktiv oder doch so nervös, wie er war? So nervös, wie er vor jedem Mal mit Aki war?
Aber er würde ja schon bald sehen, was der Abend bringen würde.
Mit einem Ruck stieß er sich vom Keramikgebilde ab und ging in den Flur, um von der Garderobe seinen knielangen Mantel zu holen.
Hastig knöpfte er diesen zu und schlüpfte noch schnell in seine Schuhe. Und so wie er die Tür öffnete, wurde ihm klar, wie unnütz dieses ganze Sylingehabe doch war...denn spätetens wenn Aki mit ihm fertig sein würde, würde er wieder in den Urzustand zurückkehren. Und er sah dieser Tatsache mehr als erfreut entgegen!

~fin~



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