slashy tears

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[Songtext taken from ASP]

Und wir tanzten im Schnee


Leise sind meine Schritte auf dem schmalen Kiesweg zu hören, der sachte von kleinen Schneeflocken bedeckt wird.
Ich zittere am ganzen Leib; aber mir ist nicht kalt. Es ist inzwischen wie ein Ritual geworden. Ich zittere und weine und lebe… tue alles, was du nicht mehr kannst.
Leben.
Nur ein Buchstabe entfernt von ‚Lieben’, und dennoch konnte ich dich niemals lieben, obwohl du es verdient hast, wie kaum ein anderer.
Ein Jahr ist es nun her und dein verzweifelter Blick weicht nicht aus meiner Erinnerung.
Die Vorwürfe, der Hass, die Verzweiflung.
Aber ich weigere mich dich so in Erinnerung zu behalten. Du warst immer mehr.
Du warst mein alles auch, wenn ich es mir nicht eingestehen wollte.

Und wir tanzten im Schnee vergangenes Jahr,
der Mond funkelte sanft in deinem Haar
und es tut auch kaum mehr weh,
wenn ich alles vor mir seh,
als ob’s letzte Nacht gewesen, sternenklar…

Dann bleibe ich stehen.
Dein Grab.
Es sieht aus, als wäre es erst gestern geschlossen worden, aber du bist doch schon so lange weg.
Die Blumen hat alle Aki ausgesucht.
Weißt du eigentlich, wie sehr er dich vermisst?
Ich glaube zu mindest, dass er dies tut. Er hat seit diesem Abend nie wieder richtig mit mir gesprochen.
Leider.
Mit dir ist wohl alles gegangen, was mir wichtig war. Aber ich alleine trage auch die Schuld daran.
Dabei wollte ich doch nur dich.
Ja, wenn ich heute an dich denke, dann sehe ich, wie wunderschön du warst.
Ich sehe, wie du lachst und wie ich dich liebe. Wir uns lieben. Auch, wenn es nie so war.
Ich vermisse dich. Aber meine Sehnsucht wird dich mir nicht zurückbringen.
Es hat so lange gedauert, bis ich begreifen konnte, dass du einfach weg warst. Für immer.
So wunderschön verloren in einem Tod, den niemand wollte.

Deine Haut und Stolz bleibt mir schon lang nicht mehr,
Ich gäbe alles für ein Zaubermittel her.
Eins das dich mich lieben macht,
länger als nur eine Nacht,
doch meine Arme und die Nächte bleiben leer

Ich knie mich nieder; ich bebe innerlich und ich weine. Die Tränen rinnen meine Wange herab und ich wünsche mir so sehr, dass sie etwas verändern könnten.
Aber sie tun nichts. Wieso weine ich dann?
Es hat doch alles keinen Sinn.
Seit du weg bist, habe ich nicht mehr richtig gelebt. Ich habe mich nicht getraut, denn in meinen Augen verdiene ich es nicht wirklich so weiter zu machen, wie bis her.
Du hättest vermutlich so viel mehr aus deinem Leben machen können, wenn wir uns doch nur niemals getroffen hätten.
Du hast so unendlich viel verdient; dabei hast du dir doch alles genommen.
Ich kippe nach hinten um, gebe mich kraftlos der Schwerkraft hin und mein Kopf schlägt hart dem Kiesweg auf.
Ich kann nicht mehr.

Nur dieses eine mal noch schenk mir Kraft für einen neuen Tag,
ich stehe nackt und hilflos vor dem morgen nie war ich so stark.
Nur einen Tag noch Kraft und ich reiß alle Mauern um mich ein,
nur wer sich öffnet für den Schmerz lässt auch die Liebe mit hinein...

Ich hätte deine Gefühle wahren und ehren sollen und sie nicht immer wieder von mir stoßen, obwohl ich sie doch so gerne an mich gebunden hätte.
Meine Tränen fließen ohne Grenzen, denn mein Hass gegen mich scheint grenzenlos. Ich habe es verdient. Dies alles und noch mehr.
Mehr Leid und mehr Schmerzen!
Einfach mehr als du, denn ich muss sühnen.
Wie eine Vision schießen mir Bilder unserer ersten Nacht, unseres ersten gemeinsamen Rausches... Bilder von uns in das Gedächtnis und stechen wie Dolche auf mich ein.
Ich schließe die Augen, presse meine Lieder fest aufeinander.

Und wir tanzten im Schnee vergangenes Jahr
der Mond funkelte sanft in deinem Haar
und es tut auch kaum mehr weh
wenn ich alles vor mir seh
als ob's gestern war und nicht-
vergangenes Jahr...

Ich fühle, wie sich eine Hand auf meine Wange legt, darüber streicht und dann vernehme ich dein leises, liebevolles Lachen. Ich kann deine Wärme fühlen.
Ich reiße meine Augen auf. Aber ich bin alleine.
Wieder einmal spielen meine Wünsche mir Streiche und lachen dann heimlich aber dennoch deutlich hörbar über mich.
Aber das ist richtig so. Über dieses Häufchen Elend, dass du zurück gelassen hast kann man nur lachen.
Ich nicht. Mehr. Aber wenn du lachst ist das richtig.

Will ich es greifen ist es schon nicht mehr da.
Niemand war mir jemals ferner und so nah.
Nicht mal Stille sagt wie tief;
wie ein ungeschickter Brief...
was zerbrach als ich in Deine Augen sah

Ich erinnere mich daran, wie es war – wie schmerzhaft es war – als du keinen Blick mehr in deinen Augen hattest und überall nur Blut war.
Es war einfach überall.
Überall warst du. Und ich verschwand.
Ich verschwinde immer noch. Nur mein von Kälte geschüttelter Körper zeigt mir, dass ich noch hier bin.
Heute weiß ich, dass ich nur so sein konnte, wie ich war, weil du mir dieses Gefühl erlaubt hast. Du hat mich zu dem gemacht, was ich war und was ich geworden bin. Du formst mich noch immer.
Wirst du jemals damit aufhören? Ich glaube nicht. Aber ich sollte damit aufhören.
Ich entsinne mich daran, dass auch ich dich formte. Zu Anfang.
Ich trieb dich viel zu weit. Viel zu weit weg von allem, was wichtig war und band dich an mich; bis wir letztlich eines wurden.
Wir waren gleich. Aber anderes.
Wir waren verloren. Du hast dich gerettet und verliere mich noch immer.

Auch dieser Brief bleibt ungeschickt von mir,
das schönste Lied schrieb ich nicht auf Papier.
Ich schrieb es in Dein Gesicht,
mit den Fingern, siehst du nicht?
Was mein Mund Dir hinterließ...
Schau auf deine Haut und lies,
such wo meine Zunge war,
such mein Lied in deinem Haar...
Willst Du mein Gefühl verstehen,
musst Du Dich in Dir ansehen.
Schließ die Augen und Du siehst ich bin in Dir...

Die Schneeflocken, die sich auf meinem Gesicht niederlassen schmelzen und hinterlassen eisige Spuren. Aber sie sagen mir, dass ich nicht träume.
Nein, ich bin immer noch an deinem Grab.
Und morgen werde ich bestimmt wieder kommen.
Selbst, wenn ich es nicht will, ich komme immer wieder zu dir. Immer wenn es scheint...
Immer wieder, bis ich glaube, dass du mich von dir verstößt.
Immer wieder, bis unser Schnee geschmolzen ist.
Immer, wenn es schneit weine ich leise Tränen für dich und erinnere mich an dein naives Wesen, das ich ausgebeutet habe. Ich verstehe es selbst heute noch nicht.
Ich habe dich doch eigentlich geliebt.
Ich spüre, wie ich müde werde. Ich fühle, wie ich kälter werde.
Ich spüre mich nicht mehr. Ich fühle nichts mehr.

Bitte... komm zurück.
Was sagst du?
Ich soll zu dir kommen?
Aber...
Wo bist du?


Ich breite meine Arme aus, empfange Dich, komm an mein Herz...
ich heile Dich lass einfach los und gib mir Deinen ganzen Schmerz,
renn einfach weg, lauf vor mir fort, lebe Dein Leben ohne mich...
Wo immer Du auch hingehst wartet meine Liebe schon auf Dich


Du sagst, ich soll hier auf dich warten?
Und ich werde warten.
Und wie um mich herum alles weiß wird, wird in mir alles schwarz.
Alles wird still.
Es geschieht nichts.
Die Zeit ist stehen geblieben und hat mich hier bei dir eingefroren. Oder war es der Schnee?

Dann ist da wieder dieses Streicheln an meiner Wange. Ich wage es kaum meine Augen zu öffnen, denn ich habe Angst, dass es nur wieder ein Fantasiegebilde ist.
Aber dann sprichst du zu mir.
Ich sehe dich an. Und du bist so wunderschön wie du es immer warst.
Deine Augen... angefüllt mit Fragen und Liebe.
Was sagst du?
Du vergibst mir?

Und wir tanzten im Schnee vergangenes Jahr,
der Mond schien so sanft in Deinem Haar.
Wenn Du mich nicht siehst bin ich
einfach nicht mehr wesentlich,
löse mich auf wie Schnee vom vergangenem Jahr...

Danke.
Suvi, ich liebe dich auch. Für immer.



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